Karneval: Feiern oder flüchten?

Die fünfte Jahreszeit steht wieder einmal vor der Tür und somit stellt sich für viele, vor allem für die Bewohner in den Karnevalshochburgen, die Frage: Feiert man Karneval oder entflieht man dem jecken Treiben und macht sich ein entspanntes, verlängertes Wochenende? Warum nicht Haustausche zwischen beiden Lagern organisieren? Lesen Sie hier unsere Vorschläge und Tipps für das Karnevalswochenende – sowohl für Karnevalisten als auch für Nicht-Karnevalisten.

Für die einen ist die Karnevalssession eines der Highlights des Jahres, für die anderen wiederum ist das bunte Treiben ein Graus. Insbesondere im Rheinland beschert die Hochzeit des Karnevals vielen Arbeitnehmern ein verlängertes Wochenende. Ausreichend Zeit also sich in den Hochburgen des Volksfests einzuquartieren oder um sich entspannte Tage in narrenfreier Zone zu machen. Da in den Karnevalshochburgen die Unterkünfte gut und gerne manchmal das doppelte kosten und oft schon früh ausgebucht sind, bietet es sich freilich auch in der Narrenzeit an, via Haustausch zu verreisen.

Drei Vorschläge für Karnevalisten

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1. Fastelovend in Köln

Wer Karneval feiern möchte, der ist in der Domstadt bekanntermaßen in bester Gesellschaft. Die Rheinmetropole gilt als die deutsche Hauptstadt des Karnevals. Von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag herrscht hier absoluter Ausnahmezustand. Insbesondere auch aus den Nachbarländern Frankreich, Belgien und den Niederlanden reisen die Karneval-Touristen an.

Traditioneller Auftakt des Straßenkarnevals ist Weiberfastnacht (der Donnerstag vor Rosenmontag, in diesem Jahr ist dies der 23.02.2017) um 11 Uhr 11. Auf dem Alter Markt findet die offizielle Eröffnung mit der Kölner Oberbürgermeisterin und dem Dreigestirn statt. Viele Plätze, Brauhäuser und Kneipen sind jedoch, wie an den anderen Tagen des Wochenendes auch, schon früh dicht. Karneval-Touristen sollten sich auch durchaus außerhalb der Altstadt aufhalten, um die Atmosphäre in den verschiedenen Kölner Veedeln erleben zu können (wie z.B. im Kwartier Latäng – eher jüngeres Publikum – Südstadt, Ehrenfeld, Eigelstein). So oder so bleibt keine Straße und keine Kneipe in Köln karnevalsfrei.

Am Karnevalsfreitag finden traditionell Sitzungen statt und so mancher Karnevalist gönnt sich eine Ruhepause, bevor es am Samstag in der Regel früh weitergeht und am Abend der Geisterzug durch die Straßen zieht. Der Karnevalssonntag ist der Tag der Schull- und Veedelszöch (Schul- und Stadtteilzüge). Der Höhepunkt des närrischen Wochenendes ist bekanntermaßen der Rosenmontagszug (d’r Zoch), der mit einer Länge von 8 Kilometern und mehr als einer Millionen Zuschauern der größte Umzug in der Bundesrepublik ist. Unglaubliche 300.000 Tonnen Wurfmaterial fliegen an diesem Tag durch die Luft und landen in den Beuteln der Jecken. Nach der Nubbelverbrennung am Veilchendienstag ist am Aschermittwoch der jecke Wahnsinn vorüber, der oft mit einem Fischessen feierlich endet.

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2. Samba in Rio de Janiero

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Wenn es eine Welthauptstadt des Karnevals gibt, dann dürfte dies wohl die wunderschöne Megastadt am Zuckerhut sein. Wer also etwas mehr Zeit im Februar zur Verfügung hat und ein karnevalistisches Erlebnis ganz besonderer Art erleben möchte (bzw. das karnevalistische Erlebnis schlechthin), der steige in den Flieger und organisiere sich einen Haustausch in der brasilianischen Metropole (Vorsicht! Auch hier explodieren die Übernachtungskosten).

Das viertägige Spektakel beginnt jedes Jahr am Freitag (24. Februar 2017) vor Aschermittwoch. Highlight der Karnevalstage und weltberühmt ist die Parade der Sambaschulen, die sogenannten Escolas de Samba (bereits in den 20er Jahren gegründet), die im legendären Sambódromo, eine von Oscar Niemeyer entworfene Tribünenstraße, stattfindet. 88.500 frenetische Zuschauer verfolgen von den Rängen den einzigartigen Wettkampf. Eine Jury bewertet den Auftritt der Sambaschulen, die eigene Vereinsfarben tragen und sogar in verschiedenen Ligen antreten. Aber auch abseits des Karnevalstadions ist die Stimmung an diesen Tagen einzigartig. In der ganzen Stadt finden sogenannte Blocos (Straßenparties) statt.

Apropos Samba, wer Lust auf exotische Klänge hat, jedoch nicht so weit verreisen kann oder möchte, der besuche den Samba-Karneval in der Hansestadt Bremen.

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3. Buntes Treiben auf Teneriffa

Der Carnaval de Tenerife (19. Februar bis 05. März 2017) ist, zur Überraschung vieler, einer der größten und farbenfrohsten Karnevalsfeste der Welt. Stark beeinflusst vom lateinamerikanischen Karneval feiern die Narren der Vulkaninsel ausgesprochen bunt und ausgelassen zu exotischen Rhythmen und Samba-Musik in den Straßen der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife, Puerto de la Cruz, Los Realejos und La Orotava. Aber auch in den kleineren Ortschaften der größten Kanareninsel wird kräftig gefeiert.

Während in Köln, Düsseldorf und Mainz sich die Jecken warm einpacken und zuweilen so manchen Schauer ertragen müssen, ist es auf der Sonneninsel mit um die 20 Grad angenehm frühlingshaft. Das Pendant zum Prinzenpaar oder Dreigestirn im Rheinland ist auf Teneriffa die aufwendigst kostümierte Karnevalskönigin, die zu Beginn der Festwoche im Zuge einer gewaltigen Show gewählt wird. Interessanterweise fliegt seit mehr als 30 Jahren das Düsseldorfer Prinzenpaar nach Teneriffa, um am Umzug in Puerto de la Cruz teilzunehmen, der traditionell am Samstag nach Aschermittwoch stattfindet. Ebenso schickt die Karnevalskönigin eine Delegation in die Landeshauptstadt, die wiederum beim Rosenmontagszug mitzieht. Ist die Karnevalskönigin gefunden, kann der Straßenkarneval und die Umzüge beginnen. Höhepunkt ist der große Umzug (Coso; 28. Februar 2017) am Karnevalsdienstag in Santa Cruz.

Im Rheinland endet der Ausnahmezustand mit dem oben genannten Fischessen, auf Teneriffa hingegen mit der Bestattung der Sardine (01. März 2017), eine aus Stoff und Pappmaché gefertigte, überdimensionale Sardine, die in einer Prozession zu Grabe getragen wird und das Ende des Karnevals symbolisiert.

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Drei Tipps für Nicht-Karnevalisten

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1. Meer geht immer!

Das Meer eignet sich immer hervorragend, um abschalten und entspannen zu können. Warum sich denn nicht an der Nordsee etwas frischen Wind ins Gesicht blasen lassen? Die Nordsee ist für ein verlängertes Wochenende nicht zu weit entfernt und mit Sicherheit karnevalsfreie Zone. Genießen Sie beispielsweise den herrlichen Ausblick aufs Meer aus Nicoles Wohnung auf Wangerooge. Das ostfriesische Eiland ist nicht nur karnevalsfrei, sondern auch autofrei! Erholung garantiert!

Ähnliches gilt für die äußerst beliebte Nordseeinsel Föhr. Wer es ruhig mag und dennoch verschiedene kulturelle Angebote nutzen möchte, der ist auf der größten, deutschen Insel bestens aufgehoben. Die sogenannte grüne Insel lädt zu langen Winterspaziergängen am Meer oder zum Bummeln durch die malerischen Dörfer, vorbei an den typischen, reetgedeckten Friesenhäusern, wie Nieblum oder Oldsum ein.

Wer nicht mit der Fähre übersetzen möchte und dennoch auf Wellen und Strand nicht verzichten möchte, der bleibe auf dem Festland, zum Beispiel in Rosas wunderschönem, 1850 erbauten, Friesenhaus im Kreis Schleswig-Flensburg an der westlichen Ostsee.

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2. Wintersport statt Kamelle

Februar ist nicht nur Karnevalssaison, sondern auch Skisaison. Wer also seinem Körper bereits vor der Fastenzeit etwas Gutes tun möchte und anstatt Kamelle fangen, lieber Pisten hinunter heizen möchte, der betreibe doch ein wenig Wintersport.

So bietet beispielsweise das, zu dieser Zeit schneesichere, Gletscher-Skigebiet Zugspitze, bekanntermaßen Deutschlands höchster Berggipfel, bis zu 20 km Piste. Nächtigen Sie bei Anita, deren Wohnung sich in Garmisch-Partenkirchen und somit unweit des Skigebiets befindet. Auch im weltweit berühmten Kitzbühel oder in einem französischen Wintersportgebiet finden sich passende Haustausche für die Karnevalszeit.

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3. Städtereise in den Nachbarländern

Gerade die nähe oder in den Karnevalshochburgen lebenden Rheinländer haben es nach Brüssel oder Amsterdam nicht weit. Warum also nicht einige wenige Auto- oder Zugstunden in Kauf nehmen und eine europäische Metropole entdecken? Karneval wird zwar auch in Belgien und in den Niederlanden gefeiert, dies jedoch, so wie in Deutschland auch, nur in bestimmten Regionen. Brüssel und Amsterdam gehören da eher zu den karnevalsfreien Ecken. Die belgische Haupstadt und das Venedig des Nordens sind mit ihrem breiten kulturellen Angebot zu jeder Jahreszeit verlockend!

Schlafen Sie beispielsweise in Cédrics stilvoller Wohnung in der belgischen Schokoladen-Stadt oder bei Silvia und Hidde in der Grachtenstadt:

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Ob Sie nun Karneval feiern oder nicht: In jedem Falle lohnt es sich das verlängerte Wochenende auszunutzen und entsprechend zu genießen. Haustausch und GuestToGuest können dabei helfen, Ihre Pläne und Wünsche für das Karnevalswochenende umzusetzen.

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