Haustausch in der Domstadt: Ein Wochenende in Köln

Besuchen Sie die Rheinmetropole und entdecken Sie hier ausgewählte Vorschläge und weniger populäre Tipps für ein Wochenende in Köln, sowie kostenlose Unterkünfte für einen unvergesslichen Wochenendtrip.

Die Domstadt am Rhein zählt zu den beliebtesten Städten Deutschlands und dies nicht ohne Grund. Auch außerhalb – für manche insbesondere außerhalb – der Karnevalssaison ist Köln mehr als eine Reise wert. Die Metropole ist vielleicht nicht gerade die schönste Perle der Bundesrepublik, auch wenn der Kölner das natürlich anders sieht, hat jedoch in jederlei Hinsicht jede Menge zu bieten und ist absolut liebens- und lebenswert (auch wenn die Mietpreise in den letzten Jahren kräftig angezogen haben).

Die älteste Großstadt Deutschlands ist recht kompakt und kann prima zu Fuß oder mit dem Rad entdeckt werden. Wem dies zu viel wird, der steigt einfach in die U-Bahn, die einen zügig von A nach B bringt. In der Regel starten Köln-Besucher am Dom, schlendern anschließend durch die Altstadt, über die Hohe Straße und am Rhein entlang. Keine Frage, dass dies reizvoll ist und sich vor allem für einen Tagesausflug anbietet. Köln ist jedoch so viel mehr, so dass es eine Schande wäre, gerade wenn man mehr Zeit zur Verfügung hat, sich nicht in weitere Gefilde vorzuwagen.

Neben den bekannten, zweifellos absolut sehenswerten Museen (Museum Ludwig, Rautenstrauch-Joest-Museum, Kolumba, Wallraf-Richartz, Deutsches Sport & Olympia Museum, Schokoladenmuseum etc.), 4711 Kölnisch Wasser, den zwölf romanischen Kirchen und den vielen stets gut besuchten Brauhäusern (der einzigen Sprache, die man auch trinken kann. Wer kein Kölsch mehr möchte, der lege einen Bierdeckel aufs Glas, sonst gibt’s ungefragt ein neues vom Köbes), gibt es noch so viel mehr in der viertgrößten Stadt Deutschlands zu entdecken…

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Innenstadt und Belgisches Viertel

Das Belgische Viertel ist bereits seit einigen Jahren hipper Szenetreff und extrem beliebtes Ausgehviertel der Kölner. Dementsprechend kann man hier ausgezeichnet shoppen, flanieren und sich vergnügen. Dreh- und Angelpunkte des Viertels sind Brüsseler und Aachener Straße, die mit einem riesigen Angebot an Geschäften, Cafés, Restaurants und Bars aufwarten und sich hervorragend zum Bummlen eignen.

Wenn Sie in der Domstadt so oder so auf ein wenig Shoppen aus sind, zählt die Ehrenstraße zum Pflichtprogramm. Nachdem Sie dort mit hoher Wahrscheinlichkeit fündig geworden sind, laufen Sie, über den Hohenzollernring hinweg, in die Maastrichter Straße, die direkt auf den Brüsseler Platz und auf St. Michael zuläuft. Der an lauen Sommerabenden äußerst stark frequentierte Platz lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Oder Sie nutzen das breite Gastronomieangebot ringsherum. Genießen Sie die lebendige Atmosphäre und treffen Sie auf sehenswerte Ecken und ausgefallene Geschäfte.

Das Belgische Viertel von Süden nach Norden entdecken: Starten Sie am wunderschönen Rathenauplatz (im Sommer findet sich hier ein charmanter Biergarten und auf den Mäuerchen und Bänken des Platzes kaum ein freies Plätzchen), an dessen Ostseite sich die Kölner Synagoge befindet, probieren Sie in direkter Umgebung die ausgezeichneten Torten von Café Braun oder begeben Sie sich auf eine Zeitreise ins Café Wahlen. Nur wenige Schritte vom Rathenauplatz entfernt, beginnt die Brüsseler Straße. Entdecken Sie Galerien, Shops und gastronomische Angebote und laufen Sie über den Brüsseler Platz bis hin zum Stadtgarten (dort ganz in der Nähe gibt es einen der besten Kaffees der Stadt: Heilandt Kaffeemanufaktur). Wer noch Energie hat, kann sich von hier aus zu Fuß Richtung Ehrenfeld aufmachen…

Zentraler geht es kaum: Organisieren Sie einen Haustausch mit Constanze, die gleich in der Nähe des Friesenplatzes wohnt.

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Ehrenfeld: Vom ehemaligen Arbeiter- zum Szeneviertel

Das Tor zur Welt ist Ehrenfeld! Ehrenfeld ist lebendig, herrlich ‚multikulti‘ und sollte an einem Wochenende in Köln unbedingt erkundet werden. Insbesondere zwischen Venloer und Subbelrather Straße finden sich charmante Sträßchen und Plätze. Beginnen Sie Ihren Spaziergang beispielsweise an der, von den Architekten Gottfried und Paul Böhm entworfenen, Zentralmoschee und laufen Sie die Venloer Straße stadtauswärts (in Richtung des Heliosturms, dem vermeintlichen Wahrzeichen Ehrenfelds) – auch kleinere ‚Umwege‘ durch die Seitenstraßen sind absolut empfehlenswert. Eine dieser attraktiven Seitenstraßen ist die mit kleinen feinen Boutiquen und Cafés gesäumte Körnerstraße, die sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit erfreut.

Stoßen Sie auf Ehrenfelds Street-Art, die an vielen Wänden zu bestaunen ist; besuchen Sie Balloni (Dekoartikel und Ballons in allen erdenkbaren Formen und Farben in einem umwerfenden Ladenlokal); gönnen Sie sich eine Pause und schmökern Sie in den unzähligen Büchern und Magazinen des Literaturcafés Goldmund (nur wenige Gehminuten von Balloni entfernt, gleich am Ehrenfelder Bahnhof). Auch Neuehrenfeld rund um den Lenauplatz bietet sich zum Herumschlendern an. Insbesondere die Eichendorffstraße, womöglich eine der schönsten Wohnstraßen der Domstadt, besticht durch traumhafte und denkmalgeschützte Altbauten.

Auch wenn es bis zur Kölns ältesten Kaffeerösterei Schamong ein Stück zu laufen ist, ist es die Anstrengung wert: Hier lässt sich in äußerst entspannter und hübscher Atmosphäre ein ausgezeichneter Kaffee zu kleinen Preisen genießen. Hat man es einmal soweit geschafft, ist ein Abstecher in die Alpenerstraße lohnenswert, um die, seinerzeit von Hugo Schmölz und Werner Mantz fotografierte, GAG-Siedlung einmal in Realität zu betrachten.

Ehrenfeld verfügt zudem über eine äußerst beliebte Kneipen- und Clubszene, so dass sich ein abendlicher Abstecher ins Viertel ebenfalls anbietet. Um dafür nicht zu weit laufen zu müssen, nächtigen Sie doch gleich in der Nachbarschaft:

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Die Südstadt und das Severinsviertel – Das kölscheste aller Veedel

Bereits vor 40 Jahren beäugten die Black Fööss den rasanten Fortschritt (heutzutage würde man das vermutlich als Gentrifizierung bezeichnen) in der Südstadt mit ihrem Lied „Et Südstadt-Leed“ kritisch. Und ja, es tut sich natürlich immer noch was rund um den Chlodwigplatz und die Severinstorburg – und zwar jede Menge.

Die Südstadt ist familiär, gemütlich und augenscheinlich eines der schönsten Viertel der Karnevalshochburg. Hier finden sich noch viele wunderschöne Altbauten, sowie zum Flanieren einladende Alleen. Die Severinsstraße, Merowingerstraße und die Bonner Straße zählen zu den belebtesten Straßen des Viertels. Insbesondere letztgenannte wird von manchen als die ‚neue Aachener Straße‘ gehandelt. Hier siedeln sich immer mehr trendige Cafés und Restaurants, sowie Einzelhandelsgeschäfte an. Hier gibt es vermutlich den besten Burger der Stadt (Die fette Kuh), sowie einen exzellenten Kaffee in der Rösterei Ernst.

Die Südstadt ist nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Nähe zum Rhein als Wohnviertel extrem beliebt, zudem befinden sich Volksgarten im Südwesten, sowie Friedens- und Römerpark im Südosten des Viertels. Davon nur wenige Schritte entfernt, liegt der Rheinauhafen mit seinen drei markanten Kranhäusern und die unter Denkmal stehende Südbrücke von deren Mitte man unbedingt den einzigartigen Ausblick auf die Stadt am Rhein genießen sollte.

Erfahren Sie hier was GuestToGuest-Mitglied Ralf an der Südstadt besonders mag und entdecken Sie seine Wohnung:

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Und sonst?

Köln ist zum Erstaunen vieler grün, sehr grün: Der innere und äußere Grüngürtel (Aachener Weiher, Decksteiner Weiher), Beethovenpark, Stadtwald, der Botanische Garten gleich neben dem Kölner Zoo, der auf der rechten Rheinseite gelegene Rheinpark (an Tanzbrunnen und Messegelände grenzend), sowie die bereits genannten Stadt- und Volksgarten laden zum Verweilen und Spazieren ein. Zudem haben sich am Rheinufer kleine Buchten mit Sandstränden gebildet, die im Sommer selbstverständlich höchst beliebt sind. Diese finden Sie vor allem an der Kölschen Riviera in Rodenkirchen, in der Riehler Aue (zwischen Zoobrücke und Mühlheimer Brücke) und im Rheinpark.

Kölns Attraktivität liegt natürlich nicht nur in der Innenstadt, in Ehrenfeld und in der Südstadt. Sülz, Nippes und das Agnesviertel sind gleichermaßen attraktive Viertel, die es zu erkunden gilt. Für Flohmarkt-Fans seien an dieser Stelle der Wilhelmplatz (Nippes) und der Trödel in der Alten Feuerwache (Agnesviertel) genannt. Und auch die sogenannte Schäl Sick, die rechte Rheinseite, auf die auch so mancher Kölner noch keinen Fuß gesetzt haben will, wird vor allem mit Deutz, Kalk und Mühlheim immer verlockender.

Apropos rechtsrheinisch: Einer der besonderen Termine in der Medienstadt ist die Museumsnacht, die einmal im Jahr stattfindet (meistens im Oktober). In dieser Nacht lassen sich insbesondere auch die in der Regel weniger bekannten, rechtsrheinischen Museen, Ausstellungsorte und Werkstätten per Shuttlebus wunderbar entdecken (bspw. die Ateliers im KunstWerk, raum13, Quartier am Hafen etc.). Zudem bieten der KölnTriangle (Hochhaus mit atemberaubender Aussichtsplattform an der Hohenzollernbrücke) und der neu angelegte Rheinboulevard (zwischen Deutzer Brücke und Hohenzollernbrücke) die schönsten Blicke auf die Stadt.

Weitere besondere Anlässe und Termine in der Domstadt: Karneval, Gamescom (die weltweite größte Messe für Unterhaltungselektronik), photokina (bedeutendste Messe für Fotografie), lit.COLOGNE (internationales Literaturfest), ColognePride (CSD in Köln), Kölner Lichter (Deutschlands größtes Feuerwerksspektakel), Weihnachtsmärkte.

Auf in die Domstadt und entdecken Sie die „kölsche Lebensart“ Ihrer Gastgeber!

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